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Actioncams: die Activeon CX im Praxistest

 

Es gibt ein paar Dinge, die einfach zu jedem Cacherequipment gehören: Taschenlampen, UV-Lampe, GPS-Gerät…aber eine Actioncam? Diese Frage wird von mir seit einigen Monaten mit einem klaren JA beantwortet 😀

 

Zumindest wenn man öfter bei besonderen Caches oder außergewöhnlichen Locations (Stichwort „Lostplace“) unterwegs ist, macht es sehr viel Spaß, die Cam auszupacken und mitzufilmen. Nicht um zu Spoilern, sondern um diese besonderen Momente für mich selbst zu konservieren (und vielleicht auch mal einem befreundeten Muggel den Mund wässrig zu machen).

Meine Einstellung zum Thema Actioncam beim Geocachen begründet sich aber hauptsächlich durch die inzwischen extrem niedrigen Preise, für die man ein wirklich sehr gutes Gerät schießen kann. Ein hervorragendes Beispiel stellt hier die CX vom Hersteller Activeon dar! Schon direkt bei Verkaufsstart durfte ich dieses kleine Powerpaket ausführlich für Euch testen – dass ich es inzwischen selbst so gut wie immer dabei habe, nimmt mein Gesamtergebnis schon fast vorweg :)

Eingangs eine kurze Umschreibung, womit wir es grundsätzlich zu tun haben:

Die ACTIVEON CX ist eine Full HD Actioncam (1080P; 30fps) mit 4 Megapixel und 2-Zoll-Echtzeit-Display. Die Abmessungen der Cam liegen bei 58 mm x 40 mm, also ähnlich der „üblichen“ Cams, wie sie derzeit angeboten werden.

Einzelheiten und Details gleich im ausführlichen Testbericht – dieses Mal sogar mit drei verschiedenen Beispielvideos für Euch: ein Praxistestvideo, ein Adventurevideo von meinem Trip zur Maginotlinie und einen TV-Spot, den wir ebenfalls ausschließlich mit der CX gedreht haben!

 

Das UNBOXING…

…gibt es bei mir standardmäßig nicht! Warum auch, in einem sinnvollen Testbericht will keiner sehen, wie ein Karton geöffnet wird. Uns interessiert der Lieferumfang, die Funktionen, das Aussehen und die Quali…das findet Ihr alles auch ohne unboxing in meinem Testbericht! :)

 

Und damit erstmal zum Äußeren:

Einen kleinen Teil habe ich ja oben schon angeschnitten, unter anderem die kompakte Größe: diese Cam liegt aufgrund der Abmessungen nicht nur sehr gut in der Hand, sondern ist auch perfekt verstaubar und mitzunehmen (auch wegen dem angenehm leichten Gewicht von gerade mal 60 Gramm). Allerdings ist hier Vorsicht geboten – bitte die Cam immer alleine(!) im Beutel transportieren, damit die Linse nicht verkratzt, sonst ist der Spaß vorbei bevor er richtig begonnen hat. Selbiges gilt für das wasserdichte Gehäuse, auch hier sollten natürlich keine Kratzer auf der Linsenseite sein. Ich habe mir einfach ein kleines Köfferchen (ehemals ein Mikrofonkoffer) umfunktioniert – mit Schaumstoff ausgekleidet bietet das nun ideal Platz für meine Cam, das Gehäuse und auch noch den Teleskop-Stick.

Auf der Vorderseite befindet sich die Linse: eine „asphärische“ Linse…aaaaha… :) Kurz: asphärisch beschreibt die Form der Linse (wer’s genau wissen will: hier gibt’s die exakte Beschreibung). Diese Linse sorgt dafür, dass wir den für Actioncams bekannten Superweitwinkel („Fish-Eye“) hinbekommen.
Ausserdem ist vorne noch ein rotes Led-Lichtlein, welches bei recording blinkt – aber: das lässt sich zum Glück deaktivieren, denn wenn man zum Beispiel durch eine Fensterscheibe filmt, spiegelt sich dieses rote Blinklicht. Die Frontplatte um die Linse herum kann man übrigens austauschen – die gibt’s in zig verschiedenen Farben, so dass man seiner Cam jederzeit ein neues Farbdesign verpassen kann.

Oben befinden sich genau zwei Knöpfe – und die reichen schon völlig aus, um die Cam mit allen Funktionen und Optionen bedienen kann! Beim wasserdichten Gehäuse sind diese Knöpfe natürlich auch berücksichtigt – da gibt’s keine Einschränkungen bei der Bedienbarkeit.

Auf der linken Seite der Actioncam haben wir drei Anschlüsse: einen HD-Out (für ein Micro-HDMI-Kabel), ein Mini-USB-Port (über das die Cam einerseits an PC/Laptop etc. verbunden werden kann, andererseits fungiert der Port auch als Ladebuchse) und einen Schacht für eine Micro-SD-Karte.

Unten findet sich neben dem Akkufach ein 1/4-Universal-Schraubloch. Das ist kompatibel mit allen im Handel gängigen Ein- und Dreibeinstativen. Dies haben wir vor allem bei der Produktion des TV-Werbespots verwendet und es gab keinerlei Probleme beim montieren.

Rechts ist ein kleiner Lautsprecher integriert – wenn Ihr das gefilmte Material direkt auf der Cam sichtet, habt Ihr auch hier nicht nur Bild, sondern auch Ton. Die Ton-Quali eignet sich natürlich nicht für kleine „Vorführungen“, aber zum kurzen Check des Materials ist es vollkommen ausreichend.

 

Die Funktionen:

Während das bisher beschriebene Äußere noch relativ „üblich“ wirkt, beginnt nun der Teil, der mich an dieser Cam wirklich fasziniert hat – denn was man hier für sein überschaubares Geld geboten bekommt, kann problemlos mit den teuren HQ-Teilen mithalten!

Und damit nochmal zurück zu den zwei Knöpfen, die sich auf der Oberseite befinden – mit diesen zwei Knöpfen kann ich die komplette Cam bedienen: durch die Menüs blättern, die verschiedenen Funktionen anwählen, Modi auswählen, speichern, löschen, filmen, und vieles mehr. Was anfangs etwas ungewohnt war, ging ziemlich schnell in Fleisch und Blut über, so dass ich schon nach kurzer Zeit sehr routiniert mit dieser Steuerung zurecht kam.

Mit zwei Knöpfchen die komplette Funktionswelt der Activeon CX griffbereit – die Steuerung ist benutzerfreundlich und selbsterklärend

Ein langer 2-Sek-Druck auf den roten Power/Enter-Button schaltet die Cam ein und schon lande ich im Live-Monitor der Filmfunktion. Neben dem aktiven Modus (Film, Foto, Serienfoto oder Timerfoto) zeigt es mir u.a. auch den aktuellen Akkustand an, die auf der Karte verbleibende Restaufnahmezeit sowie die ausgewählte Qualität/Auflösung. Ein weiterer kurzer Druck auf den roten Button startet die Aufnahme, nochmal geklickt und die Aufnahme stoppt. Ein kurzer Druck auf den weißen „Mode“-Button lässt uns ohne extra ins Menü gehen zu müssen zwischen den vier verschiedenen, oben genannten Modi auswählen.

Durch einen langen Druck auf den weißen Mode-Button gelange ich ins Usermenü – hier kann ich zum Beispiel per „Playback“ die bisher gemachten Fotos und Videos ansehen. Desweiteren gelange ich hier in die verschiedenen Einstellungsmenüs – neben dem Grundeinstellungsmenü gibts es extra Settings für WiFi, Video, Foto und Effekte. In den Menüs dient der rote Button als Enter-/Bestätigungsbutton.

Im Prinzip könnte ich nun hier stundenlang über die verschiedenen Einzelfunktionen referieren wie verschiedenen Farbfilter oder Video-Effekte wie Aqua, Sports, Night etc…das könnt Ihr aber auch in Ruhe detailliert im vom Hersteller angebotenen PDF-Manual nachlesen (für alle Freaks lohnt sich der Blick ins Manual, hier findet man alle Details zum Können dieser Cam, und das macht noch mehr Lust auf das Ding).

 

Live-Steuerung per Smartphone:

Eine ziemlich geile Funktion! Im Usermenü der Cam kann man mit nur ein paar einfachen Klicks ein integriertes Wlan-Netz öffnen, mit dem Smartphone logge ich mich in dieses Netz ein, und schon sind Cam und Handy verbunden.

Die benötigte App von Activeon ist kostenlos im Playstore zu finden, bei meinem Test gab es weder beim Download noch bei der Installation Probleme, und die App verlangt auch nicht unnötig viele Zugriffsrechte.

Ist die App dann erstmal installiert, kann es auch schon rund gehen: zum einen lässt sich die Cam nun komplett per Smartphone steuern, mit allen wichtigen Funktionen – und ein Livemonitor zeigt, was gerade im Sucher erscheint. Diese Funktion ist sehr praktisch, wenn man gerade nicht auf das Display der Cam schauen kann…zum Beispiel wenn man sie am Brustgurt oder dem Helm montiert hat. Ausserdem kann man auf der Cam vorhandenes Material – sowohl Videos als auch Fotos – mit wenigen Klicks direkt aufs Handy exportieren und dort abspeichern. So kann man auch bei viel Gefilme die SD-Karte der Cam schön leer halten, um immer genug Platz zu haben. Fazit der Smartphonesteuerung: sehr cool und nützlich!

Was Euch aber viel mehr interessieren dürfte, ist die Praxis und somit das Ergebnis, das „hinten rauskommt“…

Vorab will ich hier aber noch schnell erwähnen, dass mir für den Praxistest vom Hersteller neben der Cam samt Standardlieferumfang auch einiges Zubehör zur Verfügung gestellt wurde, das auch in den Videos verwendet wurde – der Onlineshop des Herstellers bietet in der Tat recht viel: von diversesten Halterungen über Brustgurt (und Geschirr für Hund) bis hin zum Teleskop-Selfiestick, der meiner Meinung nach sofort mitgekauft werden sollte, weil man damit viele tolle Dinge anstellen kann. Der Shop wächst auch immer weiter – was mir zur Zeit des Praxistests noch gefehlt hat, war ein Stirn-/Kopfgurt, ähnlich unserer Hirnbirn…das würde gerade beim Lostplace- oder T5-Cachen tatsächlich sehr helfen.

 

Jetzt aber zum Wichtigen: Beispielvideos!

Wichtig: nach dem Editing wurden die Videos in ein „hochauflösendes“ Format exportiert…bei Youtube stellt es – je nach Endgerät – oft eine niedrigere Standardabspielqualität ein. Um die tatsächliche Quali zu erleben, bitte bei den Videos vor dem Ansehen in den Youtube-Schnelleinstellungen auf mindestens 720p (HD) einstellen, gerne je nach Verbindungsgeschwindigkeit noch höher.

Wie oben angekündigt, habe ich hier gleich drei verschiedene Filme integriert…das hat einen einfachen Grund: alle drei wurden aus verschiedenen Intentionen gedreht und produziert. Das Erste ist ein Video, das ich extra als „Praxistest-Video“ gefilmt und geschnitten habe. Hier wurde die Cam absichtlich verschiedenen Voraussetzungen ausgeliefert – hell, dunkel, beides, mit Gegenlicht, Fotos…und abschließend auch ein paar sehr schön gewordene Unterwasseraufnahmen in Ägypten. Viel Spaß damit:

Die zwei nächsten Videos sind keine speziellen Testvideos, wurden aber beide ausschließlich mit dieser Actioncam gedreht – somit auch ein authentischer Zeugnis über die Qualität. Das erste Video ist ein TV-Werbespot, den wir als Deal für einen Partner produziert haben, der uns bei zwei unserer fetten LP-Horror-Events seine Dienstleistung zur Verfügung gestellt hat :) Das zweite Video ist eine Art reisebericht: unser Besuch bei der Maginotlinie in Frankreich endete mit dem Erforschen eines riesigen unterirdischen Artilleriewerks – hier habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, die Actioncam zu zücken.

     

Gerade die letzten beiden Videos zeigen, dass ich nicht nur davon quatsche, wie praktisch und toll diese Activeon ist, sondern dass ich sie auch selbst regelmäßig bei privaten Aktionen gern und begeistert einsetze.

Und damit zum Fazit des Bitzeltrolls:

Daumen hoch! Ich bin sehr neutral und kritisch in diesen Test gegangen – einfach weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass ich für knapp 120,- Euro hier tatsächlich etwas erwarten kann, was auch nur annähernd mit den „großen“ Marken mithalten kann: als ich das Angebot erhielt, die CX zu testen, war Activeon gerade erst in den Weltmarkt eingestiegen. Umso mehr hat es mich geflasht, was dieses kleine aber mehr als feine Teil tatsächlich leistet. Die Videos haben – sofern man die Einstellungen sinnvoll verwendet – eine wirklich hervorragende Qualität, die Cam ist handlich und sehr benutzerfreundlich und beim Zubehör bleiben kaum Wünsche offen.

Einziges Manko ist wie erwähnt die Aufbewahrungs- bzw. Transportmöglichkeit – wenn der Hersteller sich hier wirklich noch von den großen und teuren Marken absetzen will, dann könnte er hier eine Art gepolsterten Koffer anbieten, in den exakt die Cam samt dem wichtigsten Zubehör hineinpasst. Den würde ich mir sogar als zufriedener Nutzer der Cam auch nochmal ein Bisschen was extra kosten lassen :)

Alles in Allem also eine TOP-Actioncam, die ich gerne und so gut wie immer dabei habe. So kann ich meine ganz besonderen Geocaching-Erlebnisse für immer konservieren und mit anderen teilen. Von mir also: Kaufempfehlung!

Hier nochmal der Links des Herstellers: Activeon CX Kamera // Activeon Shop