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Trekkingstiefel – der HAIX Scout im Praxistest

 

Und rein geht’s, in den Bunker der Maginotlinie…

Das A und O beim Geocachen ist nicht nur ein klarer Kopf und Spaß an Outdooraction, sondern auch das richtige Equipment. Und was wäre wichtiger bei ausgedehnten Touren als der perfekte Schuh?! Und genau in diesem Bereich sollte man nicht geizen, denn hierbei geht es schlichtweg um die körperliche Gesundheit!

Grund genug, mal einen Top-Trekkingschuh genauer unter die Lupe zu nehmen und ausgiebig zu testen – und zwar direkt im atemberaubenden Areal der Maginotlinie in Frankreich!

 

Die letzten zwei Jahre hatte ich mit günstigen Trekkingstiefel für 50,- Euro verbracht – diese Teile waren durchaus akzeptabel, aber es war noch viel Platz nach Oben. Sowohl qualitativ als auch preislich. Hier heisst es: ein perfektes Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Zugegebenermaßen war ich erst geneigt, auf eine der gängigsten Outdoormarken zurückzugreifen – allerdings hatte ich hierzu auch ein paar Negativstimmen im Bekanntenkreis gehört, und eine kleine Umfrage auf meiner Facebookseite zeigte dann einen ganz eindeutigen Empfehlungstrend: die Marke HAIX. Idealerweise mit Firmensitz auch noch direkt in meiner erweiterten Homezone. Also Grund genug, dem Outlet einen Besuch abzustatten und den am besten für’s Geocachen geeigneten Schuh herauszufinden: den HAIX Scout!

Warum ausgerechnet dieser Schuh?

Weil er alles vereint, was wir beim Geocachen wirklich brauchen: er geht über die Knöchel und gibt somit perfekten Halt, er ist wasserdicht und er ist trotz der hervorragenden Materialien mit rund 780 Gramm vergleichweise leicht – also perfekt geeignet für längere Touren durch unwegsames Gelände…

Auf alle Besonder- und Einzelheiten gehe ich gleich im Testbericht noch etwas tiefer ein…

Sicherlich muss nicht jeder Cacher so einen Stiefel haben – wer nur ab und an einen Tradi am Straßenrand fischt oder das Geocachen mit dem Gassigehen auf bequemen Feldwegen verbindet, dem reicht sicherlich ein billiger Turnschuh. Sobald es aber in stundenlange Wanderungen ausartet, man sich auf anspruchsvolleres Gelände wagt und vielleicht auch zwischendrin den ein oder anderen Baum beklettern oder Bunker hinabsteigen will, sollte man sich wirklich auch am Fuß entsprechend rüsten.

Eingangs noch schnell ein paar Infos zum Hersteller:

Wir haben es hier mit einem Traditionsunternehmen (1948 im oberbayerischen Mainburg gegründet) zu tun, das sich längst mehr als erfolgreich am Weltmarkt platziert hat. Und die Kunden, die darauf setzen, sprechen eine deutliche Sprache – Feuerwehren, Polizei, Spezialeinheiten, sogar ganze Armeen weltweit werden von HAIX ausgestattet. Kein Wunder, denn die Einsatzschuhe werden von Schuhspezialisten und Ingenieuren in hochmodernen Forschungs- und Prüflabors entwickelt und aus hochwertigsten Materialien hergestellt. Das gleiche Knowhow steckt auch in den Freizeitschuhen – und das spürt man als Träger…

Und damit zu den Eigenschaften…

Wasserabweisend und atmungsaktiv

Hauptmaterial aussen ist hydrophobiertes Nubukleder – alles klar, oder?! :) Ist aber ganz einfach erklärt: hydrophob bedeutet „wassermeidend“, diesen Effekt kennt Ihr von Grashalmen, auf denen Wasser abperlt. Nubuk ist ein feines Rauleder, für das hochwertige Kalbs- oder Rindshaut verwendet wird. Nach entsprechender Behandlung bleibt Nubuk deutlich länger wasserresistent als anderes Leder, ohne dabei auf die Vorteile dieser Naturmaterialie verzichten zu müssen – zum Beispiel die Atmungsaktivität oder die hervorragende Klimaregulierung. Dementsprechend ist Nubuk auch einen Tick teurer als anderes Leder, Eure Füße werden es Euch aber danken!

Neben dem Nubukleder kommt beim HAIX Scout eine dreilagige Goretex-Membran zum Einsatz, deren Poren so fein sind, dass kein Wasser eindringen kann, Schweiß aber gut nach Außen transportiert wird. Die Wasserdichtigkeit musste ich natürlich ausprobieren: in dem kilometerlangen unterirdischen Artilleriewerk, in das wir eingestiegen waren (das Undergroundvideo mit den Eindrücken findet Ihr HIER), gab es auch Abschnitte, in denen das Wasser einige Zentimeter hoch stand. Das Ergebnis: stimmt – der Schuh ist absolut wasserdicht, ich hatte keine einzige feuchte Stelle am Socken, als wir wieder das Tageslicht erblickten! Daumen hoch.

Übrigens sind Schuhspitze und Ferse zusätzlich mit Gummi überzogen, damit sich der Schuh auch bei wildem Einsatz nicht so schnell abnutzt. Wobei sich der Gummi farblich gut in den Schuh einfügt, somit fällt er nicht störend auf.

Der „Underground“ – die Sohle

Auch hier zeigt sich sehr deutlich der Unterschied zwischen Billigschuhen und Hi-Tech: in den Schuh ist eine Schicht aus PU-Schaum eingearbeitet, die unsere Schritte beim Gehen abdämpft – sehr geil gerade für stundenlange Geocachingtouren. Ich zumindest habe mich auch nach 10 Stunden in dem Schuh pudelwohl gefühlt. Der Scout ist zudem mit einer Vibramsohle ausgestattet, die extra für alpines Gelände entwickelt worden ist und besonders rutschfest sein soll.

Das hat sich bei meinem Praxistest bestätigt, als ich steile Schutthaufen zu Bunkereingängen hinabklettern oder feuchte Bunkerstufen hinaufsteigen musste. Auch das Profil ist sowohl in Form als auch Höhe perfekt ausgearbeitet.

Weitere Highlights der Sohle: sie ist sowohl hitze- als auch kältebeständig und verhindert auch Eindringen von Öl oder Benzin (ja, sowas gibt’s auch an manchen Stellen in Bunkern). Zusätzlich leitet sie elektrische Ladungen ab – man kennt dieses Phänomen oft beim Laufen auf Teppich: man schlendert herum und bekommt beim nächsten Handshake einen Schlag. So etwas gibt’s hier nicht, was sehr gut ist. Nicht wegen dem erwähnten Handshake, sondern ganz einfach weil dadurch verhindert wird, dass in Verbindung mit entflammbaren Materialien ein Feuer entfacht wird.

Wie es um die Abnutzung der Sohle bestellt ist, kann ich nach den wenigen Einsätzen natürlich noch nicht sagen (ich werde irgendwann die Infos nachträglich einfügen), aber ich habe ein sehr gutes Gefühl: trotz wirklich rabiatem und intensivem Praxistest erkennt man an der Sohle bislang nichteinmal, dass der Schuh überhaupt schon getragen wurde. Das Coole: wenn es dann wirklich mal soweit ist, dass die Sohle das Zeitliche segnet, bedeutet das nicht gleich, dass man den teuren Schuh wegschmeissen muss – man kann bei HAIX seine Schuhe nämlich vergleichsweise günstig reparieren lassen! Von Nahtreparaturen über das Weiten des Stiefels bis hin zum Tausch der Sohle oder der Gummiüberzüge ist hier alles möglich. Für mich ein absolut fetter Pluspunkt!

Das Innenleben – Futter und Einlagen

Wie oben bereits erklärt, besitzt der HAIX Scout eine dreilagige Goretex-Membran. Das Innenfutter bietet hierbei laut Hersteller einen ganz besonderen Komfort: abriebfest und angenehmes Tragegefühl sowohl bei Hitze als auch Kälte, also ein perfekter Schuh für den Wechseleinsatz im Innen- und Außenbereich.
Auch das konnte ich perfekt prüfen: den Praxistest habe ich nämlich Mitte August bei Thionville durchgeführt – Außentemperatur rund 35 Grad, im Bunker 20 Meter unter der Erde rund 8 Grad. Und auch diese Herstellerangabe entsprach der Realität:

der Wechsel zwischen Hitze und Kälte fiel mir „untenrum“ kaum auf, es fühlte sich nie unangenehm oder schlecht temperiert an. Wer noch ein paar Öcken mehr investiert und meint, es unbedingt zu brauchen, der bekommt bei HAIX übrigens auch Einsatzstiefel, die extra für Armeen und Wüsteneinsätze entwickelt wurden und die herunterbrennende Sonne komplett reflektieren. Mir persönlich kommt das für „normale“ Geocachingeinsätze übertrieben vor, zumal die meisten Einsatzstiefel (berechtigterweise) einen ganzen Tick schwerer sind als diese Trekkingschuhe.

Auch super: der Scout besitzt eine extra von HAIX entwickelte Einlage, die zusätzlich Schweiß aufsaugt. Diese Einlage fühlt sich beim Gehen sehr bequem an, kann nach jedem Tragen zum Lüften herausgenommen und im Bedarfsfall auch bei 30 Grad gewaschen werden.

 

Weitere Besonderheit: das praktische Schnürsystem!

Der HAIX Scout verfügt über ein sogenanntes Zwei-Zonen-Schnürsystem – das bedeutet, ich kann die Schnürsenkel an Fuß- und Knöchel-/Wadenbereich unterschiedlich fest binden! Das ermöglicht mir, den Schuh noch perfekter an meine individuellen Verhältnisse anzupassen und den für mich idealen Halt des Fußes im Schuh zu finden. Auf dem linken Bild unten zeige ich das nochmal genauer – man schnürt erst die eine Hälfte so wie es einem passt, dann „klippt“ man den Schnürsenkel in den dafür vorgesehenen Clip, und schon hält der untere Bereich. Nun kann ich bequem den oberen Bereich so weiterschnüren, wie es sich für mich perfekt anfühlt.

Zu dem besonderen Schnürsystem gehört nicht nur die Zwei-Zonen-Schnürung, sondern auch das Schnellschnürsystem (sag dieses Wort 10 Mal ganz schnell hintereinander ohne Fehler und ich spendiere Dir ein Bier!). Bei meinen Recherchen habe ich hierüber sowohl positive als auch negative Meinungen gelesen – gleich vorweg: man MUSS es nicht nutzen! Wem die herkömmliche Methode lieber ist, kann den Schnellschnürverschluss einfach abziehen und manuell die gute alte Schleife binden.

Obwohl ich es nicht kannte und es wahnsinnig ungewohnt für mich war, bin ich inzwischen Verfechter dieses tollen Systems, denn es bietet meiner Meinung extreme Vorteile:
zum einen kann man den Schuh auch mit Handschuhen problemlos zuziehen, ohne die Handschuhfinger im Schleifenkuddelmuddel mit einzuzwicken. Bei mir hat sich der Verschluss übrigens auch nie gelockert, es war durchgehend alles bombenfest.
Zum anderen habe ich keine störenden Schleifen an den Schuhen rumhängen. Hier spielt die Optik keine Rolle – es geht ums Praktische: Schleifen können sich im Unterholz oder bei Kletteraktionen immer mal irgendwo festhängen oder verheddern. Dann zieht es mir den Schuh auf, im blödsten Fall stolpere ich. Dieses Problem ist hier komplett ausgeschaltet, da sich an der Außenseite beider Schuhe jeweils eine kleine Stretch-Tasche befindet. Nach dem Zuziehen kann ich die Schnürsenkel wie oben gezeigt einfach einrollen und bequem in diese Taschen verstauen. Innovativ und praktisch – auch hierfür von meiner Seite: Daumen hoch!

Wenn HAIX noch etwas zum Nachbessern möchte: ich persönlich würde diese Taschen auf die Innenseite der Schuhe verfrachten – finde ich bequemer, da ich auf die Innenseite mit beiden Armen besser hinkomme um die Senkel zu verstauen. Aber das ist zugegebenermaßen Jammern auf sehr hohem Niveau 😉

Das Fazit des Bitzeltrolls:

Wie man anhand meines Testberichtes schon herauslesen kann, bin ich restlos begeistert von diesem Schuh! Ich versuche immer, meine Testberichte möglichst neutral und vor allem sehr ehrlich zu halten, wobei ich auch hier und da mal kleine negative Dinge betone. Im Fall des HAIX Scout habe ich schlichtweg keinerlei negative Dinge gefunden (bis auf den letzten Verbesserungsvorschlag). Ich bin mir fast sicher, dass ich zukünftig fest bei diesem aussergewöhnlich komfortablen Schuh bleiben werde, denn er ist perfekt fürs Geocachen geeignet – von den Eigenschaften über die Quali, das Gewicht bis hin zum Preis, den ich mit 199,90 Euro definitiv nicht zu hoch finde, er ist wirklich jeden Cent Wert!

Übrigens ist der HAIX Scout auch in schwarz erhältlich UND es gibt eine extra Herren- und Damenversion! Die Schuhgrößen gehen in der Herrenversion von 36 bis 50, in der Damenvariante von 35 bis 43.

Hier nochmal die Links zum Webshop des Herstellers: Herrenversion // Damenversion

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Nur bis zum 09.10.2016:

Gewinne Dein eigenes Paar HAIX Scout!

 

Richtig – ich möchte, dass Du Dir selbst ein Bild von diesem genialen Trekkingschuh machen kannst. Mit freundlicher Unterstützung von HAIX kannst Du ein paar HAIX Scout in Deiner Wunschschuhgröße kostenlos absahnen!
Deal? Keine Frage – also schnell mitmachen, Teilnahmeschluss ist der 09.10.2016.

Zum Mitmachen einfach auf die Grafik klicken! Viel Spaß beim Rätseln!