↑ Zurück zu INTERVIEWS

„Resident Tomb Cache“ – ein Geocaching Horrorfilm

(Exklusiv-Interview mit dem Produzententeam)

 

Er gehört definitiv zu Bayerns Lostplace-NC-Legenden: Silent Hill (GC28JZ2).
Wer die „alte“ Version des Caches absolviert hat, erinnert sich sicherlich auch an den Bonus…

 

Inzwischen ist dieses wunderschöne LP-Haus leider zugenagelt und es gibt keine Zutrittsmöglichkeiten mehr – dennoch herrscht seit 2013 hier reges Treiben:

das Haus ist die Hauptlocation für einen Horrorfilm, der gerade am Entstehen ist. Ein junges Produzententeam hat sich für sein Projekt die nötigen Genehmigungen ergattert und den Schlüssel für dieses Haus tief in der Tasche. Alleine schon der offizielle Trailer (siehe rechts) für das bislang unvollendete Werk macht definitiv Lust auf Mehr!
Grund genug für den Bitzeltroll, sich mit den beiden Köpfen des Projekts, Roland Binder und Franz Gmelch, an bzw. IN diesem Schauplatz zu einem exklusiven Interview zu treffen:

Wie ist die Idee zu diesem Geocaching-Horrorfilm entstanden?

 

Franz: Das hat sich nach und nach entwickelt: es war schon länger geplant, mal ein gemeinsames größeres Filmprojekt umzu-setzen. Als wir dann 2013 hier in der Umgebung auf Location-Erkundung waren, sind wir auf die ganzen Bunkeranlagen und auch auf dieses Haus gestoßen. Hier wollten wir uns dann inspirieren lassen, wobei Roland den Vorschlag mit dem Geocaching-Thema gemacht hat.

 

Roland: Ich bin ja erst kurz vorher aktiv zum Geocaching gekommen, somit hat sich das hervorragend angeboten. Und da es zu diesem Zeitpunkt noch keinen wirklichen Film mit diesem Thema gab, haben wir uns entschieden, hieraus Etwas zu machen.

 

Der Trailer sieht ja schon mal sehr professionell und gut umgesetzt aus – aber Ihr seid nicht hauptberuflich in der Filmbranche, oder?

 

Roland: Nein, das ist bislang nur Hobby. Ich bin ganz normaler gelernter Schreiner, habe mich dementsprechend neben meiner Rolle auch um die Filmkulissen gekümmert, die Bastelsachen. Franz ist der Mann für die Technik, also Kameraequipment, den Kamerakran hat Franz selbst entwickelt und gebaut, manche Dinge konnten wir uns auch ausleihen. Davor haben wir beide separat vereinzelt kleinere Hobby-Filmprojekte nebenbei gemacht und uns dann entschlossen, uns zusammen zu tun und mal etwas richtig Großes zu starten.

 

Mit Top-Equipment, vor allem aber viel Enthusiasmus und Herzblut bei der Arbeit: das junge Team während der Dreharbeiten rund um Ebenhausen-Werk in Bayern.

 

Wir stehen jetzt in einem inzwischen von der Gemeinde geschlossenen Lostplace-Gebäude, nach dem sich jeder Cacheowner die Finger lecken würde – und Ihr habt den Schlüssel bekommen. Wie schwierig ist es, für ein solches Hobbyprojekt die entsprechenden Genehmigungen zu bekommen?

 

Franz: Als wir damals die Location gefunden haben, war das Haus ja noch offen – als wir dann merkten, dass es doch ein größeres Filmprojekt werden könnte, dachten wir schon daran, dass es vielleicht besser wäre, mal beim Eigentümer nachzufragen. Als dann das Haus endgültig verschlossen wurde, sind wir zum Bürgermeister und haben ihm unser geplantes Projekt detaillierter vorgestellt. Er war eigentlich von Anfang an recht interessiert und so haben wir erreicht, dass wir nun das alleinige Recht haben, hier noch rein zu dürfen. Er hält an sich viel von unserer Idee, aber natürlich mussten wir zusichern, das Haus auch entsprechend vor der Öffentlichkeit zu Sichern, damit hier nicht wie früher Partys und so weiter stattfinden.

 

Roland: Der Bürgermeister sieht das auch ein Bisschen als letzte Aktion für das Haus an, bevor es abgerissen wird – es steckt ja doch ein ganzes Stück Geschichte in diesen Gemäuern, und ich habe den Eindruck, er freut sich, dass dieses Haus nochmal auf Film festgehalten wird. Er hat auch schon angekündigt, dass er mit seinen Kollegen den fertigen Film dann bei einem gemeinsamen Filmabend ansehen möchte.

 

Ihr betreibt hier ja einen riesengroßen Aufwand – was wird mit dem fertigen Film geschehen?

 

Franz: Gedacht war er eigentlich nur als Internetfilm für Youtube, den man dann vielleicht auch mal in größerem Rahmen den Freunden und Bekannten vorstellen kann, aber wirklich nonkommerziell. Also rein aus Spaß an der Freude, auch wenn die Arbeit, die dahinter steckt und die man als Betrachter gar nicht wahrnimmt, enorm ist.

 

Roland: Es ist natürlich auch sehr schön, von neutraler Seite positives Feedback zu bekommen – wenn die Leute schon nur nach dem Trailer sagen „Boah, das ist ja Wahnsinn, da bin ich gespannt, wie der Film wird“, dann ist das schon für mich auch eine kleine Ehre: Du hast mit viel Mühe und Herzblut etwas erschaffen, was anderen Leuten so gut gefällt.

 

Ähnlich geht es uns Cache-Ownern bei positivem Feedback über unsere Werke (o: Und Ihr wollt den Film nicht zumindest mal einsenden und sehen, ob nicht etwas Größeres draus werden kann?

 

Franz: Wir haben da schon auch darüber gesprochen – wir wollen nichts auf Biegen und Brechen erreichen, aber wir können uns schon vorstellen, den Film dann auch bei kleineren Wettbewerben anzumelden. Wenn’s thematisch passt und ankommt, ist es gut.

 

Nun hat Franz wie ich gehört habe mit Geocaching gar nichts zu tun, Roland ist erst kurz vor Start des Projekts Geocacher geworden. Holt man sich da von erfahreneren Cachern vorab Beratung oder Informationen, um hier keine Fehler zu machen?

 

Roland: Ja, gerade am Anfang haben wir uns schon auch noch ein paar Infos eingeholt…damals bei Projektstart habe ich ja fast noch gar Nichts gewusst, inzwischen kenne ich mich mit Cachen natürlich auch schon besser aus und habe auch schon Eigene gelegt..

 

Franz: Also, die wichtigsten Grundelemente eines Caches sind im Film definitiv vorhanden! Und die sind – darauf hat Roland auch sehr viel Wert gelegt – logisch verknüpft, nachvollziehbar und authentisch. Aber es gibt natürlich auch ein paar abgehobenere Elemente, schließlich ist es ein Horrorfilm, die sind halt nicht immer an der Realität aufgehängt.

 

Abschließend noch zum Wichtigsten: die Kurzzusammenfassung des Films – um was geht’s?

 

Roland: Es geht um einen Geocache, den man sich nicht vorab selbst heraussuchen kann, sondern man wird vom Cache gefunden. So geht es den beiden Hauptfiguren, die sich vorab nicht kennen und unabhängig voneinander vom Cache ausgewählt werden. Jeder hat eine Hälfte an Informationen zum Lösen des Geocaches bekommen und ab der ersten Station versucht man nun gemeinsam, diesen Cache zu Absolvieren. Es ist also alles mysteriös vorherbestimmt und geplant, und der Cache führt die Beiden letztendlich zu diesem unheimlichen Haus…und hier geht es dann erst richtig los…

 

…und wir freuen uns darauf, nach dem Trailer auch bald in den Genuß des kompletten Films zu kommen! Vielen Dank für das Interview und die Zeit, und den „Einlass“ in diesen Lostplace!

 

Und für alle Leser:

 

HIER geht’s zur offiziellen Facebookseite des Resident Tomb Cache Films – ich finde, die Jungs
stellen da eine wirklich tolle Arbeit auf die Beine, die freuen sich sicher auch über Eure Likes! (o: